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Berichte
 

Unsere Aktivitäten in 2011                                                        Diese Seite drucken:
                                                                                                                                                                      GesamtBericht2011

Nicht mehr die Jüngsten, jedoch die Ältesten, dazu gehören wir nun mal und wollen es auch nicht leugnen, nur unbedingt merken sollte es auch keiner. Somit sind wir schon beim Thema: „Aktivitäten“!

Von unserer Reise aus Thailand im Januar zurück, begann unser Aufbautraining, teils in der Gruppe der Sektion Wiesbaden, aber auch eigenständig in der Woche, mit Tageswanderungen. Vorwiegend der Rheinsteig hatte es uns angetan und je nach Trainingsstand wurden Etappen von Bahnhof zu Bahnhof an denen am Rhein gelegenen Orten – Wiesbaden/Biebrich bis Niederlahnstein von 23 bis 34 km ausgewählt und in einer schnellst möglichen persönlichen Zeit zurückgelegt.

Ins Trainingslager ging es dann auf eine zehntägige Treckingtour nach Mallorca.

Zwei- bis dreimal in der Woche war noch Klettern im Morgenbachtal angesagt, denn für das Begehen von Klettersteigen bei unserem Tourenprogramm für die Sektion, möchte man ja auch nicht gerade als Bremsscheibe angesehen werden, sondern die Teilnehmer unterstützen, wenn immer Bedarf angezeigt werden sollte.

Ab 5. Juni begann die Sommersaison am Gardasee, zunächst privat um weitere Klettersteige, Wanderungen und sonstige Betätigungsmöglichkeiten zu erforschen, denn ab 11. bis 25. Juni galt es den 6 Tourenteilnehmern die vielfältigen, landschaftlichen Eindrücke dieser Region, aber auch Aktivitäten – Wanderungen und Klettersteige – näher zu bringen. Diese beiden Wochen sind bei relativ beständigem Wetter und wechselnden Tages-Teilnehmerzahlen gut und zur allgemeinen Zufriedenheit abgelaufen, zumal das Hotel durch das eigene Schwimmbecken mit Liegewiese in ruhiger Parkanlage am See gelegen, uns täglich nach der Tagestour noch eine besondere Erholungsphase anbot.

Vom 25. Juni bis 2. Juli trafen wir uns mit unseren Enkelkindern 9 – 13-jährig, sowie einem Wanderführer von den Kanarischen Inseln, welcher auch für die Sektion von Zeit zu Zeit anspruchsvolle Wanderungen in Teneriffa und Gran Canaria anbietet, in Colfosco, um gemeinsam vorwiegend Klettersteige bis zum Schwierigkeitsgrad C/D zu durchsteigen. Da die Jugendlichen nach den Tagestouren noch nicht ganz platt waren, musste Wolfgang noch für das eine oder andere Match an der Tischtennisplatte oder Tischfußball herhalten und außerdem dem Gewinner ein alkoholfreies Getränk übergeben, aber auch als Trostpreis den beiden anderen als Bemühungsanerkennung überreichen. Eine anstrengende aber fröhliche Tourenwoche wurde von allen unbeschadet gut überstanden und Wolfgang hatte die Gegend von Sellagruppe, Marmolada und am Langkofel so gut gefallen, dass er sich sofort noch für die Tourenwoche mit uns, vom 3. bis 10. September, in La Villa ein Zimmer buchte.

Weiter ging es für uns nun in die Ötztaler Alpen, um vom 2. – 9. Juli ab der Martin Busch Hütte und Bella Vista einige umliegende Dreitausender, mit den 4 Begleitern aus der Sektion zu ersteigen. Kreuzspitze, Saykogel, Finailspitze, der Marzellkamm und Similaun waren die Ausbeute. Der Übergang zur Bella Vista, vorbei am  Ötzi Denkmal, über das Hauslabjoch, war wegen den starken Rückgängen der Gletscher eine besondere und erfahrungsreiche Herausforderung an alle Teilnehmer, Steigeisen an, Steigeisen aus, abklettern in brüchigem, steilen Felspassagen mit Seilsicherung von oben und manchmal auch Seil frei nach unten, sowie auch abseilen. Jedoch am nächsten Tag kippte das Wetter, sowohl die Besteigung Hinteres Eis und die Weißkugel blieben uns verwehrt. Auch diese Woche ging ohne bemerkenswerte Dauerschäden und trotz der Wetteränderung mit frohen Rückblicken zu Ende.

Zwei Erholungswochen in den Karnischen Alpen vom 9. – 22. Juli gaben uns die Möglichkeit weitere  Wanderziele und Klettersteige kennenzulernen, um unser Tourenangebot für die Sektion auszubauen und noch interessanter zu gestallten. Danach ging es vom 22. Juli bis 8. August mal nach Hause, um die Post aufzuarbeiten, die Straße und den Hof zu fegen, das Unkraut im Garten zu entfernen, den Rasen mal wieder selbst zu mähen und sonstiges im und um das Haus zu erledigen. Der eine oder andere unumgängliche Besuch in unseren gut bewirtschafteten Weinhöfen war auch noch angesagt: man gönnt sich ja sonst nichts!!

Nun endlich, ab dem 8. August hatte die Bequemlichkeit ein Ende und der zweite Tourenmarathon in den Alpen konnte beginnen.

Eine Fahrt über die Silvretta, mit Besuch Madlenerhaus und Wiesbadener Hütte führte uns nach Zinal ins Wallis, zu einer Tourenwoche mit Thomas und seiner Gruppe. Diese Woche, in Mitten der Viertausender, ließ uns nochmals gedanklich an unsere großen alpinen Zeiten erinnern: Weissmies, Strahlhorn, Rimpfichhorn, Allalinhorn, Nadelhorn, Matterhorn, Weisshorn, Monterosaüberschreitung usw. usw. aber auch erkennen, dass der Hüttenausbau der Schweizer Berghütten sich weiter entwickelt hat, aber doch noch dem Fortschritt auf den deutschen, österreichischen, auch italienischen Hütten stark hinterherhinken und durch die Zeitferne uns manches schon vergessen ließ, dass man das vor mehr als 20 Jahren als Stand des Hüttenlebens anerkannte, es heute zwar als gegeben hinnimmt, aber nicht mehr unbedingt sucht. Die Übernachtungspreise mit Halbpension auf Schweizer Hütten, dazu die unbedingt notwendige Flüssigkeitseinnahme, bei der Abschlussrechnung, zwar in Schweizer Franken, umgerechnet in Euro, schon eine gewisse Nachdenklichkeit erzeugte, aber im Angesicht der Herausforderungen gleich hinter den Hütten im alpinen Gelände, gebot den Blick und die Sinne mehr und mehr, auf lebenserhaltende Gegebenheiten zu richten.

Nach diesen schönen Tourentagen in der Schweiz, folgte die lange Fahrt am 18. August zur Tourenwoche in das Dachsteingebiet, um mit unseren Teilnehmern nicht nur den anspruchsvollen Hohen Dachstein zu überschreiten, sondern auch die Vielfalt der mittlerweile entstandenen Klettersteige, zu begehen. Bei herrlichem Wetter wurde das Wochenprogramm wie geplant durchgeführt und ohne negative Ereignisse mit einer gemütlichen, genussreichen Almwanderung am 26. August abgerundet.

Vom 27. August bis 10. September wurden in den Dolomiten von den zeitlich unterschiedlich ankommenden Teilnehmern, bei weiterhin Bilderbuchwetter, wechselweise und den Neigungen entsprechend Klettersteige unterschiedlicher Schwierigkeiten begangen, sowie unter anderem der Westgradsteig über die Marmolada mit Abstieg über den spaltenreichen Marmolada-Gletscher. Außer anfänglichem Muskelkater bei dem einen oder dem anderen Teilnehmer, auf welchen aber kaum Rücksicht genommen wurde, waren die Touren am Plattkofel, Sellastock, Pardon Kamm, am Lagazuoi, Puezgruppe, sowie Marmolada Gruppe für alle nicht nur eine Herausforderung, sondern auch erlebnisreiche Wochen.

Waren in den frühen Jahren 1986 bis 1996/97 –Teilnehmerzahlen bei unseren Tourenwochen  von weit über 40 Personen keine Seltenheit, im Wallis sogar 56 Personen, so hatte die Teilnahme, alters- und gesundheitsbedingt, bei wem auch immer, stark nachgelassen. Bei den Tourenwochen „Rund um die Drei Zinnen“  hatten wir wieder einmal eine Teilnehmerzahl von 20 Personen und für uns beide kein Problem, zumal die Fähigkeit und Neigung der Teilnehmer sich für Wandern und/oder Klettersteiggehen bereits bei dem Anmeldungsgespräch herausstellte. Somit zwei Gruppen und für uns, heute Wandern und morgen Klettersteiggehen und umgekehrt. Was für diese Woche vorgesehen war, wurde durchgeführt, Klettersteige in der Cardin Gruppe, Sextener Dolomiten, im Gebiet der Drei Zinnen, Lienzer Dolomiten und am Karnischen Hauptkamm. Die Wanderer  bewegten sich zwar in sicherem Abstand von den Klettersteiggehern, ebenfalls in den vorgenannten Gebieten, zeigten aber auch, wenn es darauf ankam, Nervenstärke und Trittsicherheit bei besonderen Herausforderungen. Auch diese Woche lief trotz oder gerade weil die Gruppenteilung möglich war, in einer bemerkenswerten Harmonie und Kameradschaft ab, was besonders bei den allabendlichen, gemeinsamen Treffen in unserem Basislager „Pension und Café Erbhof“ angezeigt wurde und stimmungsvoll zum Ausdruck kam.

Zusammenfassend bleibt für uns das Ergebnis: Das Wetter hat mitgespielt – ist schon die halbe Miete – es gab keine besonderen Vorkommnisse, die Teilnehmer waren auch untereinander hilfsbereit – was will man mehr – und was die Hauptsache für uns Organisatoren ist: alle sind wohlbehalten und gesund nach Hause gekommen!

Allen gilt unsere Anerkennung und Dank.                                                                 

 

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