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Das Mont Blanc-Massiv hat einen Umfang von ca. 130 km. Es bietet dem Bergwanderer entlang seiner klar ausgeprägten Längstäler und über die zahlreichen Jöcher hinweg, bei variablen Schwierigkeiten, die Möglichkeit einer kompletten Rundwanderung.
Auf kilometerlangen Höhenwegen im wechselnden Auf und Ab, eröffnen sich bei gutem Wetter Panorama- und Fernblicke, die zu den eindrucksvollsten der ganzen Alpen gehören. Haftenbleibende Eindrücke riesiger Schneeflächen, bizarre Felsnadeln, hohe Kalotten, zerrissene Gletscherbrücken, ruhige Hochgebirgsseen, reißende Bäche, wilde Wasserfälle, vielfältige Moränenformen, gewaltige Schuttkegel mannigfaltige Flora, uralte Hausformen, verfallene Almhütten..., welche Fülle möglicher Erlebnisse für denjenigen, "der Augen hat, zu sehen".
Die Rundwanderung, die drei Länder berührt, lässt sich so einrichten, dass sie unbehelligt des sonst üblichen Massentourismus, trotz interessanter Nebenrouten, in 9-11 Tagen bewältigt werden kann.
Die Wanderstrecke wurde 1951 auf Betreiben der Allianz Internationale de Tourisme mit Hilfe der Touring-Clubs der angrenzenden Länder durchgehend markiert. So mancher Streckenabschnitt kann mit Hilfe der Seilbahn oder mit dem Bus zurückgelegt werden. An allen Etappenzielen ist auch ein "Rückzug in die Zivilisation ", z.B. bei Erkrankung, möglich.
Ob allein, in trauter Zweisamkeit oder in lustiger Gruppe - diese Tage "rund um den Mont Blanc" gehören mit Sicherheit zum wertvollsten Erinnerungskapital eines jeden Bergwanderers.
Persönliche Anmerkungen: Wir Bergwanderer wissen, dass die größten Höhen nicht immer das höchste Glück versprechen. Man kann am Fuße des Mont Blanc, am Sockel der Drei Zinnen bzw. Parternkofel oder im Schatten der Schober-Gruppe mehr von der Anziehungskraft der Bergwelt erfahren, als manch anderer, der seine Ziele als Alpinist auf den höchsten Gipfeln der Erde erreicht. Solange die Betätigung Bergwandern nicht mit dem Maßstab sportlicher Leistung verglichen wird, ist es der Breitensport im wahrsten Sinne der Wortes: Die Bergwelt ist kein Jogginggelände und mit dem Gehen allein ist es noch nicht getan! Kondition, Ausdauer, Trittsicherheit und Orientierung, geistige Initiative, sowie verantwortliches Handeln sind in heiklen Situationen absolut entscheidend, um weitreichenden Folgen zu begegnen.
Wandern von Hütte zu Hütte bedeutet, sich nicht nur auf die außergewöhnlichen Bedingungen im Gebirge einzustellen, sondern gleichermaßen die besonderen Situationen auf Hütten, Almen und Gasthöfen zu akzeptieren. Obwohl sich durch große wirtschaftliche Anstrengungen der Alpinen Verbände, Gemeinden, Privatunternehmer in den letzten Jahren vieles an und in den Unterkünften verändert hat, sollte der Ursprungszweck niemals in Vergessenheit geraten. All diese Unterkünfte sind Schutzhütten, die dem Bergwanderer Zuflucht vor Dunkelheit, Schnee, Regen, Sturm und Kälte gewähren. Diese primäre Funktion der Beherbergungen bei der Tour du Mont Blanc wird überdeutlich. Sollte sich jedoch im Laufe der Zeit die eine oder andere Hütte als luxuriöser Hotelbetrieb entwickelt haben, so ist dies nur die Antwort auf die ständig wachsenden Ansprüche, welche die Bergwanderer an diese einstmaligen Schutzhütten stellen.
Bei unserer Wanderung rund um das Mont Blanc-Massiv werden wir das eine sowie das andere vorfinden. Wir werden dies dankbar in Anspruch nehmen und überglücklich sein, wenn wiederum eine gemeinsame Wanderung von Hütte zu Hütte, bei hoffentlich herrlichem Wetter und wenn nötig, gegenseitiger Unterstützung, ohne besonderer Zwischenfälle zu Ende geht.
Anfahrtstrecke und Treffpunkt: Autobahnen Karlsruhe, Basel, Bern, Fribourg, Vevey, Montreux, Ausfahrt Martigny. Weiter auf der Bundesstraße in Richtung Chamonix bis Col de la Forclaz.
Hier befindet sich das Hotel Col d. Forclaz sowie ein Kiosk und, für uns das Wichtigste, ein großer Parkplatz. Wir treffen uns hier am Anreisetag am späten Nachmittag. Gegen 17 Uhr fahren wir mit möglichst wenigen Autos nach Tre le Champ, wo unsere Unterkunft für die ersten zwei Nächte ist: Refuge La Boerne.
Am nächsten Morgen fahren wir mit dem einen Auto zurück nach Col de la Forclaz, um auch dieses Auto hier zu parken. Wir wandern dann unsere erste Etappe wiederum zum Refuge La Boerne. Es ist nicht nur unsere kürzeste Etappe, sondern auch eine mit ausnahmsweise leichtem Gepäck, eben die Eingehtour, wie man sie gerne hat.
Hinweise (die Preisangaben sind von 2009): Autobahngebühr in der Schweiz. Kosten für Übernachtung mit Halbpension einschließlich Getränke ca. 60 € pro Person sollte gerechnet werden. Für die ersten beiden Nächte sind wir mit Halbpension im La Boerne angemeldet (42 € pro Person und Nacht).
Organisatorisches: Abmarsch nach dem Frühstück, spätestens 8.00 Uhr. Die täglichen Gehzeiten betragen 6 bis 11 Std. Pausen je nach Gesamtgehzeit bis zu 3-mal jeweils ca. 30 Minuten.
Ausrüstung: Zur üblichen Bergwanderausrüstung ist der Sonnen-, Regen- und Kälteschutz nicht zu vergessen. Von Vorteil sind zusätzliche kurze Hosen, (Turnhosen, da leicht und platzsparend). Turnschuhe, welche auch mal zum Wohl der Füße auf kurzen Etappen bei einer mehrstündigen Tageswanderung getragen werden können, sollten den Vorzug vor den gewalkten reizvollen Hüttenschuhen bekommen. Dem kleinen Waschbeutel sollte etwas Waschmittel für eventuelles Waschen der Unterwäsche, Strümpfe und Oberhemden beigegeben werden. Ein leichter Schlafsack aus Leinen oder mit einer Daunenfüllung sollte nicht fehlen.
Tagesverpflegung: Die Übernachtung beinhaltet Halbpension, sodass lediglich für den Tourenproviant zu sorgen ist. Einkaufsmöglichkeiten bestehen bei der 2., 6. und 8. Etappe. Jeder Teilnehmer sollte eine Trinkflasche von mindestens 1 Liter Inhalt mitführen. Für Notproviant erhalten Müsliriegel und Nüsse vor anderen verderblichen Nahrungsmitteln den Vorzug.
Versicherungen: Es ist ratsam, eine zusätzliche Reiseversicherung abzuschließen für: Auslandskrankenversicherung, Unfall *), Flugrettung. *) diese Versicherung ist auch durch eine Mitgliedschaft beim DAV abgedeckt.
Literatur /Karten: Montblanc-Rundweg TMB, Outdoor Handbuch Conrad Stein Verlag 2. Auflage 2004
Carte Touristique 1 : 25.000 No. 3630 Chamonix – Mont Blanc IGN - Institut Geographiquie National France
Carte Touristique 1 : 25.000 No. 3531 ET St - Gervais IGN -Institut Geographiquie National Franc
Ein kurzes Stück des Weges (am Tête de la Tronche, 6. Etappe) verläuft außerhalb dieser Karten.
Länge der Wanderung: ca. 160 km
Markierung: Teilweise ist die TMB mit dem GR 5, dem Fernwanderweg vom Genfer See bis Nizza, identisch. Die charakteristische GR-Markierung sind rot-weiße Streifen. Die allgemeine Farbmarkierung der TMB ist gelb. An manchen Strecken folgt man gelben Schildern mit den Buchstaben TMB, in steinigem Gelände sind meist gelbe Punkte auf Stein und Felsen gemalt. Die Markierungen folgen in relativ kurzen Abständen. (Markierungsveränderungen in den letzten Jahren sind möglich.)
Bei der 3. Etappe in Les Houches, sowie der 5. Etappe nach Courmayeur werden/können wir Seilbahnen benutzen.
Tourenverlauf: Bei jeder erneuten Umrundung des Mont Blanc Massives werden sich Änderungen ergeben. Das ergibt sich aus den Erfahrungen, die wir bei den vorherigen Umrundungen gemacht haben, aber auch aus Wetterverhältnissen oder sonstigen, unvorhersehbaren Ereignissen.
Die einzelnen Etappen können sich somit verkürzen oder verlängern. Dadurch erhöht oder reduziert sich natürlich die Anzahl der Etappen entsprechend. Auf jeden Fall sollten 11 Tage einkalkuliert werden.
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